Rehwild – Roe deer

Die Brunft der Rehe ist in vollem Gange. Bisher sind mir jedoch nur Bilder von Geissen und Kitzen gelungen, Rehböcke habe ich leider nur aus der Ferne gesehen.

The rutting season of row deer is in full swing. So far, I succeeded taking pictures of females and fawns, while I could watch roebucks from distance only.

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Mein Freund vom Langhag – My friend from the Langhag

Natürlich bin ich am nächsten Abend nochmals zum Langhag gegangen, in der Hoffnung, der Fuchs würde wieder auftauchen. Das tat er auch, und er liess sich fast eine Stunde lang beobachten. Ein echter Freund!

Of course, the next evening I returned to the Langhag hoping that the fox would appear again. This really happened, and I could watch the fox for nearly one hours. It is a real friend!

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Künstlerischer Sonnenuntergang am Langhag – Artistic Sunset at the Langhag

Der Langhag (zu Deutsch: „Lange Hecke“) ist eine Stelle im Oberbaselbiet, wo die Sonne besonders lange scheint. Von dort aus wollte ich filmen, wie die Sonne wie ein Feuerball hinter den Horizont runterfällt. Dazu braucht es einen dicht verschleierten aber einen ansonsten wolkenfreien Abendhimmel. Die Schwierigkeit ist, eine Kameraeinstellung zu finden, die über die letzten 15 bis 20 Minuten vor Sonnenuntergang bei abnehmender Helligkeit das Geschehen so aufzeichnet, wie wir es mit unseren Augen sehen. Bei Vorversuchen hatte ich herausgefunden, dass der geeignetste Bezugspunkt zur Einstellung der Kamera zurzeit 21:00 Uhr ist. Soweit die Vorgeschichte.
Gestern war es soweit: Der Himmel passt und kurz vor 21:00 Uhr ist die Kamera am Langhag fertig eingestellt. Plötzlich höre ich hinter mir ein Tier im Wald herumlaufen. Während ich noch rätsle, was es sein könnte, steht ein Fuchs neben mir. Punkt 21:00 Uhr. Es starrt mich kurz an und trottet dann davon. Natürlich kann ich meiner Begeisterung für Füchse nicht widerstehen und versuche ihm mit der Kamera zu folgen, allerdings ohne grossen Erfolg. Zurück zum Sonnenuntergang: Wegen des Fuchses ist die Kamera verstellt und mein zeitlicher Bezugspunkt deutlich überschritten. Was nun? Ich versuche zu improvisieren. Das Resultat sind künstlerisch verfremdete Bilder vom Sonnenuntergang, die ich absichtlich so nie gemacht hätte. Ärgerlich? Nein, ich muss lachen „Der Fuchs wollte die Bilder so“.

The Langhag (in English: “Long Hedge”) is a point in the upper part of Canton Baselland where the sun shines longer than in other places around. It has been my intention to film how the sun drops like a fireball behind the horizon. For this, it requires an evening sky with high, dense but still transparent, hazy clouds, but free of other clouds. Another challenge is to find a camera setting which captures the last 15 to 20 minutes before sunset (when it gets steadily darker) similar to how the human eye sees it. In the last few days I did find out that the best reference point for setting the camera is 9 p.m. So far so good, this was the introduction.
And yesterday finally was the big day: The sky was perfect and shortly before 9 p.m. the camcorder was ready when I suddenly heard an animal running in the forest behind. Exactly at 9 p.m. a red fox appeared close to me, stared at me and trotted off. Of course, I couldn’t resist my addiction to foxes and tried to follow the fox with the camera, but without big success. Back to the sunset: Because of the interruption by the fox the camera setting was changed and the reference time point had long since passed. What to do? I had to improvise. The results are artistic pictures of the sunset which I would never have taken intentionally. Annoying? Not at all, I had to laugh: “The fox wanted the pictures this way!”

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Langhag
Der „Störenfried“ – The „interrupter“

Kleiner Krachmacher – Little Noisemaker

Auf dem Weg zum Meisennest komme ich an zwei Weihern vorbei, die völlig mit Schilf zugewachsen sind. Daraus ist immer ein lautes Gezwitscher und Gezeter zu hören. Es muss von einem Vogel herrühren, den ich vorher noch nie bewusst gehört habe. Also beschloss ich herauszufinden, wer dieser Krachmacher ist. Wegen der dicht stehenden Halme hatte ich wenig Hoffnung, überhaupt etwas zu sehen. Dann bemerkte ich, dass der Vogel immer dieselben paar Schilfhalme benutzt, um von dort zu singen. Schliesslich gelang es mir, aus einem Versteck heraus den kleinen Vogel zu filmen und seine Stimme aufzunehmen. Es ist ein Teichrohrsänger.

On the way to the Great Tit’s nest I have to pass an area with two ponds overgrown with reeds. Every time I hear loud chirping and twittering coming out of the reeds. It must be from bird I have never heard consciously before. So I decided to find out who the noisemaker is. Given the densely growing stalks I was not very optimistic to see anything. After a while I noticed that the bird uses always the same few stalks as preferred places for singing. From a hiding place I succeeded eventually to film the little bird and record its noisy voice. It is a Reed Warbler.

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Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) – Reed Warbler (Acrocephalus scirpaceus)

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Spatzen und Meisen – Sparrows and Tits

Spatzen gelten allgemein als freche und aufdringliche Vögel. Für die Bauern sind sie üblicherweise sogar schädlich weil sie Samen und Früchte stehlen. Deshalb geniessen Spatzen auch keinen besonderen Schutz. Zu meiner Schulzeit war es geradezu ein Sport, Spatzen mit dem Luftgewehr („Spatzengewehr“) abzuknallen. Ganz anders die Meisen: sie sind gern gesehen, weil sie hübsch und niedlich sind, und vor allem, weil sie nützliche Schädlingsvertilger sind. In unserer Gegend unternehmen Bauern und Vogelfreunde grosse Anstrengungen, den Bestand der Meisen zu erhöhen, indem sie Nistkästen aufhängen, besonders in Kirschbaumwiesen. Vor zwei Wochen entdeckte ich nistende Feldspatzen in so einem Meisenkasten. Und 30 Meter daneben nisten Kohlmeisen in einem hohlen, abgestorbenen Kirschbau. So konnte ich von einer Stelle aus sowohl Spatzen als auch Meisen beim Füttern ihrer Jungen beobachten. Bis letzten Dienstag waren es vorvorwiegend grüne Raupen, die gefüttert wurden. Jetzt sind die Kirschen reif. Überraschenderweise waren es die Meisen, die anfingen, die reifen Kirschen anzupicken und Stückchen davon ihren Jungen zu verfüttern, während die Spatzen weiterhin Raupen und Insekten brachten. Dieses Beispiel zeigt wieder einmal, wie dumm es ist, zwischen nützlichen und schädlichen Vögeln zu unterscheiden.

Sparrows are generally regarded as cheeky and annoying birds. Farmers traditionally consider them even as harmful as they steal seeds and fruits. Therefore, sparrows do not enjoy specific protection. When I was young, it was a kind of sport shooting sparrows with air rifles („sparrow gun“). By contrast, tits are welcome as they are beautiful, graceful and, most importantly, beneficial pest feeding birds. In the area where I live, farmers and bird lovers make great effort to increase the tit population by offering nest boxes, especially in meadows with cherry trees. Two weeks ago I detected Tree Sparrows in one of the nest boxes. Only about 30 meters away there is a dead sherry tree with a natural hollow in which Great Tits built their nest. So I was able watching from the same place both sparrows and tits feeding their nestlings. Until last Tuesday, the preferred food was green caterpillars. Now the cherries are ripe. Surprisingly, it were the tits which started pecking at the ripe sherries and bringing pieces of them to their nestlings while the sparrows continued feeding caterpillars and insects. This example shows once again how stupid it is to discriminate been beneficial and harmful birds.

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Bis letzte Woche waren grüne Raupen die Hauptspeise – Until last week green caterpillars were the main food

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Jetzt füttern die Eltern vorwiegend Kirschenstückchen – Now the parents feed mainly cherry pieces

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Der Feldsperling füttert weiterhin Raupen und Insekten – The Tree Sparrow continues feeding caterpillars and insects

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