Brüderliche Balzunterstützung – Brotherly courtship assistance

Bei den Vögeln ist es umgekehrt als bei uns Menschen: Männchen machen sich besonders hübsch, singen oder schreien, oder benehmen sich sonst wie auffällig, um bei den Weibchen landen zu können. Und wehe, es nähert sich ein Nebenbuhler, dann wird kräftig herumgezickt. Beim Pfau allerdings balzen die Brüder gemeinsam um ein Weibchen, sie unterstützen sich sozusagen gegenseitig. Das soll angeblich den Vorteil haben, dass wenigsten einer von den Brüdern erhört wird und damit die gemeinsamen Erbanlagen weitergeben kann. Ein einzelnes fremdes Männchen hat dagegen keine Chance. Das behauptet jedenfalls eine britische Biologin von der Universität Newcastle. Na, ich frage mich, ob die Pfauendame sich bei so viel Schönheit wohl immer nur mit einem der Brüder zufrieden gibt?

Birds are different to humans: The males make themselves pretty, sing and cry, or behave weirdly in order to attract females. If a rival in love appears, this means bitch alarm. However, peacocks are special: brothers display together in front of a female. This mutual assistance should have the advantage that at least one of the brothers succeeds in copulating and disseminating their common genes. This has been discovered by a British biologist from the University in Newcastle. Ok, but I doubt that the female peacock takes always only one of the many beautiful males around!

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Brüten verkehrt herum – Inverse incubation

Beim Sortieren meiner Urlaubsvideos bin ich stutzig geworden. In der Wüste vor den Toren von Las Vegas hatte ich eine Wildtaube beim Brüten gefilmt. Dort was es aber 114 °F heiss, das sind 47°C. Das ist viel zu heiss für ein Taubenei, das braucht nämlich konstant 38-40°C. Wie kann das funktionieren? Ich bin natürlich nicht der erste Mensch, der sich diese Frage gestellt hat. Amerikanische Biologen haben schon vor 30 Jahren herausgefunden, dass diese Tauben dem Ei durch Draufsitzen Wärme entziehen und ihren Körper durch Hecheln kühlen. Die Taubeneier in der Wüste werden also nicht ausgebrütet, sondern „ausgekühlt“. Die Tauben brüten also verkehrt herum. Faszinierende Natur!

When sorting my holiday videos I got a bit confused about this mourning dove incubating its egg in the desert near Las Vegas. The air temperature was 114°F which is 47°C. That’s surely too hot for a pigeon egg (requiring constantly 38-40°C). How can this work? Of course, I am not the first one raising this question. Three decades ago, American biologists discovered that in desert regions, where eggs can quickly overheat, dove parents rely on transfer of excess heat from egg to adult where it is subsequently dissipated by evaporative cooling (panting). This means „inverse incubation“. Fascinating nature!

Nachtexkursion zu den Mäusen – Night excursion to the mice

Gestern habe ich mit einem Freund eine Nachtexkursion gemacht. Unser Ziel waren Gelbhalsmäuse, die wir im Licht eines Scheinwerfers filmen wollten. Das ist uns auch gelungen (hier ein paar Standbilder) aber leider nur kurz. Zornige Zeitgenossen – wir nehmen an es waren Jäger – hatten etwas gegen Scheinwerferlicht in ihrem Wald. Sie sind laut schreiend und fluchend auf uns zugekommen, so dass wir die Beobachtung abbrechen mussten. Oder anders ausgedrückt: weil wir uns von ihnen bedrogt fühlten, wir sind ihnen rechtzeitig aus dem Weg gegangen. Komische Menschen gibt es!

Yesterday, I went with a friend on a night excursion. Our aim was to film yellow-neck mice by use of spotlight. We succeeded (here a few still images), but only for a short while. There were angry people – probably hunters – who had something against spotlight in their hunting ground. They approached us screaming and swearing so that we had to stop it, or, to be more precise: as we felt threatened we fled. Strange people!