Akrobatischer „Mäuselsprung“ – Acrobatic „Mousing Jump“

Der Fuchs kann Mäuse allein nach Gehör fangen. Selbst unter einer 50 cm dicken Schneedecke orten er die Beute mit Hilfe seines feinen Gehörs. Mit einem typischen Sprung („Mäuselsprung“) stösst der Fuchs von oben auf die Maus und packt sie mit dem Maul („Fang“). Dann beisst er sie tot. Ein kanadischer Zoologe hat berechnet, dass der Fuchs dabei exakt im Winkel von 45 Grad abheben muss, um möglichst weit springen zu können. Tschechische Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass der Fuchs besonders erfolgreich ist, wenn er in nordöstlicher oder südwestlicher Richtung springt, dagegen meist erfolglos bleibt, wenn er in andere Himmelsrichtungen springt. Davon leiten sie ab, der Fuchs würde das Magnetfeld der Erde als Orientierungshilfe nehmen. Ich weiss nicht so recht, ich bin ja einige Überraschungen gewöhnt von Füchsen, aber dass sie nach Kompass Mäuse jagen sollen erscheint mir doch eine etwas abstruse Hypothese zu sein. (Das Bild ist aus Standbildern eines Videos zusammengesetzt, das ich Mitte Januar vom Auto aus gedreht habe).

The fox can catch a mouse just by ear, even under a 2 feet thick blanket of snow. The fox creeps forward slowly, listening intently with erect ears. Once it pinpoints the mouse’s location, it leaps into the air to surprise its prey with a strike from above. This pounce is also known as ‘mousing jump’. A Canadian zoologist has calculated that the fox has to lift-off at an angle of 45 degrees to maximize the range of its pounce. Scientists of the Czech Republic discovered allegedly that foxes are most successful if they jump in directions northeast or southwest, but are less successful when jumping in other directions. They concluded from this observation that foxes are using the Earth’s magnetic field to hunt. I cannot belief this. Although foxes have surprised me many times, the idea that foxes hunt by use of a compass seems to be an abstruse hypothesis. (The picture is a collage of still images from a video that I took mid of January from my car).

Fuchssprung

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Schneegeist? – Snow Ghost?

Schnee sieht nicht nur schön aus, er ist in vielerlei Hinsicht auch ausserordentlich nützlich für das Beobachten in freier Wildbahn. Man entdeckt Tiere besser, die kein weisses Winterfell haben, gleichzeitig kann man sich selbst perfekt tarnen. Wenn man es richtig macht, ist man für Füchse, Rehe und Wildschweine praktisch unsichtbar. Da der der warme Körpergeruch in der Kälte nach oben steigt, hat das Wild auch Schwierigkeiten, uns mit Hilfe des Geruchsinns zu bemerken. Ausserdem dämpft Schnee Geräusche und strahlt Wärme ab. Das sind alles in allem perfekte Voraussetzungen für unbemerkte Wildbeobachtungen aus nächster Nähe. Manchmal filme ich mich selber, um zu überprüfen wie gut meine Tarnung ist. Ich finde, ich sehe dann aus wie ein Gespenst im Schnee!

Snow looks not only picturesque; the white beauty is also extremely useful for wildlife watching for several reasons. Most animals can be spotted much easier in the forest and open field, expect those species with a white winter coat. Simultaneously, with a perfect white camouflage one becomes practically invisible for foxes, roe deer, and wild boars. The warm body odor rises quickly up into the cold air so that wild animals have difficulties to scent us. Moreover, snow is sound absorbing and a thermal radiation emitter. Overall, these are perfect conditions for close up wildlife observations. Sometimes, I take videos of myself to check the effectiveness of the camouflage. I feel that I look like a ghost in the snow!

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Die unglaubliche Geschichte von meiner Mutter und dem Marder – The unbelievable story of my mother and the marten

Oma Marder

Das ist eine meiner Lieblingsgeschichten, deren Anfang unglaublich lange zurück liegt. Ich war noch jung, hatte gerade mit dem Fotografieren angefangen, und hatte mir fest in den Kopf gesetzt einen Steinmarder zu fotografieren. Weil aber Marder nachtaktiv und sehr scheu sind, arbeitete ich mit einer an Ort und Stelle fest installierten Kamera, kombiniert mit einem selbstgebastelten Blitz. Ich lockte den Marder mit Hühnereinern, seiner Lieblingsspeise, an den Ort, wo ich die Kamera installiert hatte. Meistens war es jedoch meine Mutter, die jeden Tag ein Ei in den Wald brachte und an die Stelle legte, wo wir den Marder anköderten. Auf diese Weise gelang es mir tatsächlich, einige Bilder von einem Steinmarder zu schiessen. Das war im Sommer 1982. So weit so gut, diese Geschichte wäre nichts Besonderes, wenn sie nicht eine Fortsetzung hätte: Meine Mutter hat nämlich, nachdem ich von zuhause ausgezogen war, den Marder weitergefüttert und zwar bis zum heutigen Tag! Mehr als 30 Jahren lang! Unglaublich! Wieso hat sie das gemacht? Hatte sie gehofft, dass ich irgendwann zurückkommen würde um den Marder nochmals zu fotografieren? Nein, sie brachte es einfach nicht übers Herz den Marder zu enttäuschen, wenn er angesprungen kommt um sein tägliches Ei zu holen. Ursprünglich dachte sie, diese Geschichte würde von selbst aufhören, spätestens wenn der Marder stirbt. Aber die Geschichte endete nie. Es müssen Generationen von Steinmardern gewesen sein, die jeden Tag ein Ei bekommen haben. Hochgerechnet mehr als 10‘000 Eier! Und sie machte es sehr gewissenhaft: Wenn sie es nicht selbst erledigen konnte (z.B. aus gesundheitlichen Gründen oder wegen zu hohem Schnee), delegierte sie diesen Job an meine Schwester, die in der Nähe wohnt. In den nächsten Tagen wird meine Mutter 80 Jahre alt! Dieser Eintrag ist meiner Mutter gewidmet, der treuesten Seele und grössten Tierfreundin die ich kenne! Danke Mama!

This one is one of my favorite stories starting in the very early days of my photographer’s career. I was young and obsessed with the idea of taking pictures of a stone marten. Because of its nocturnal activity and shyness, I worked with a locally installed camera combined with a self-made flash. The marten had to be lured by chicken eggs, its favorite food. Mostly, it was my mother who brought the egg to the point in the forest where we accustomed the marten to getting fed every day. This way I really succeeded in taking pictures of the marten. This was in the summer of 1982. So far so good, there would be nothing special with this story without following extension: after I had left home to live my own life, my mother continued feeding the marten until today! For more than 30 years! Unbelievable! Why did she so? Did she expect that I would return for taking pictures, some day? No, she just did not have the heart to disappoint the marten when it comes looking for its daily egg. Originally, she thought the story would come to an end once the marten dies. But the story ended never. There must have been generations of stone marten getting an egg every day. Overall more than 10’000 eggs! And she took it seriously: When she was unable to do it by herself (e.g. due to illness or high snow), she delegated this job to my sister who lives nearby. These days my mother is getting 80 years old! This post is dedicated to her, the most faithful soul and the greatest animal lover I have ever known! Thank you, mom!

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Meine schönsten Bilder von den Alpen – My Favorite Pictures of the Alps

I am posting these pictures on express desire of Cindy! All pictures were taken in the canton of Valais in summer 2007. Enjoy it!

Bietschhorn
Bietschhorn

Aletschgletscher
Aletschgletscher

Gletscher

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Matterhorn_1
Matterhorn

Matterhorn_2
Matterhorn

Mattertal
Mattertal

Monte Rosa mit Gletscher
Monte Rosa + Monte Rosa Gletscher

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Weisshorn
Weisshorn

Verrückte Schädelstätte – Crazy Calvary

Familientreffen zu Weihnachten im Elternhaus ist immer auch ein Anlass, sich an uralte Geschichten aus eigener Kindheit und Jugend zu erinnern. Je skurriler, desto lustiger, so wie diese: Als Schüler hatte ich immer die Schlafplätze der Waldohreulen gesucht, ihre Gewölle eingesammelt und an Hand der Schädel von den Beutetieren festgestellt, was die Eulen gefressen haben. Dieses komische Hobby pflegte ich über viele Jahre hinweg. So haben sich im Laufe der Zeit etwa 20’000 Schädel angesammelt. Und weil auch meine Mutter nichts wegwerfen konnte, befindet sich diese Schädelsammlung immer noch im Keller. Jetzt an Weihnachten konnte ich diese Schädelstätte meinem Sohn zeigen. Der staunte nicht schlecht, was sein Vater früher so alles getrieben hat, aber zur Nachahmung hat ihn nicht gereizt.

Family reunion in my parents‘ house at Christmas is always also an occasion for recollecting old stories of my childhood and youth. The more bizarre the more amazing, such like this one: When I was a young boy at school my favorite leisure-time activity was looking for the roosting trees of long-eared owls. I collected their pellets and analyzed the content. Characteristics of the skulls allowed me to identify the species of prey. Therefore, I kept them all. As I pursued this hobby over several years the number accumulated to about 20’000 small skulls. And since my mother couldn’t throw them away, this animal skull collection still exists hidden in the cellar of my parents’ house. Last Christmas I showed them to my son. He looked quite surprised and was impressed at the same time but could not imagine at all doing similar things.

Mäuseschädel
Einblick in die verrückte Schädelsammlung – Insight into the crazy skull collection

Jugend forscht 1
Hier präsentiere ich stolz die Ergebnisse meiner Untersuchungen an einem Wettbewerb für junge Forscher („Jugend forscht“) – That’s me proudly presenting the results of my examinations at a German youth science competition („Jugend forscht“)