Programm „Vogelleben“ – ein Wunderwerk der Natur!

Am Waldrand ganz versteckt habe ich das Nest der Singdrosseln gefunden, 3 Junge sind schon geschlüpft, 2 Eier sind noch zu. Über mehrere Stunden konnte ich das Leben der heimlichen Waldvögel beobachten. Dabei wurde mir bewusst, dass alle Tätigkeiten der Vögel vollständig im Gehirn programmiert sein müssen, denn wenn die Jungen mal ausgeflogen sind, sind sie auf sich alleine gestellt. Paarung, Nestbau, Brüten, Füttern, Nestreinigung, Schnabelaufsperren der Jungen, Gefahren erkennen und so weiter, das alles ist dem Vogel angeboren. Er kann es nicht von seinen Eltern lernen, sondern muss es auf Anhieb können. Und wenn ich sehe, wie gut das Zusammenleben der Vogelfamilie am Nest klappt, wie jahrelang einstudiert! Und das ganze Verhaltensrepertoire ist in so einem kleinen Vogelhirn gespeichert, das ist wirklich ein Wunderwerk der Natur! Dagegen muten unsere X-GB Speicherkarten für digitale Daten direkt primitiv an, denn sie können nicht denken und keine Entscheidungen treffen.

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Sonnenwende wie gemalt

Zur Sonnenwende hatte ich mir dieses Jahr etwas Spezielles ausgedacht. Ich wollte testen, wie lange man am längsten Tag des Jahres noch Filmen kann. Licht ist ja immer der begrenzende Faktor, beim Fotografieren ebenso wie beim Filmen. Zunächst schien mein Plan aber ins Wasser zu fallen, denn ein Gewitter zog übers Land. Um 20:30 Uhr war es vorbei, eigentlich fast zu spät. Ich versuchte es trotzdem, und das hat sich gelohnt: An mehreren Füchsen und – zu meiner großen Überraschung – einer Wildsau!!!! konnte ich die Technik testen. Ergebnis: Bis etwa 21:20 Uhr gute Resultate, bis etwa 21:35 Uhr noch brauchbar, danach ist das Licht grenzwertig, aber dokumentarisches Filmen ist noch bis 22:00 Uhr möglich. Die Details lösen sich immer mehr in Flächen auf und die Szenen sehen dann aus wie gemalt, besonders wenn sich die Tiere schnell bewegen. Man könnte es auch „künstlerisch wertvoll“ nennen, wenn es einem gefällt.