Gutes Neues Jahr! – Happy New Year

Liebe Besucher und Freunde,

ich möchte mich für das lebhafte Interesse an meinen Beiträgen herzlichst bedanken. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr meinen Blog auch in 2017 wieder besucht.

Zum Jahresabschluss zeige ich ein Luchspärchen aus dem Wildpark Goldau (ausnahmsweise nicht in freier Wildnis fotografiert).

Liebe Grüsse

Thomas

Dear visitors and friends,

Thank you very much for your vivid interest in my posts. I would be happy if you visit my blog also in 2017.

At the end of the year I am showing a lynx couple from the wildlife park Goldau (exceptionally not taken in the wilderness).

Best wishes

Thomas

 

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Igel – Hedgehogs

In letzter Zeit häuften sich die Berichte von nächtlichen Begegnungen meiner heimkehrenden Töchter mit Igeln vor unserem Haus. Zunächst dachte ich, das ist Zufall, auf unserer Strasse gibt es nichts besonders, was Igel anlocken könnte. Ein paar Mal bin ich mit der Taschenlampe nach draussen gegangen, da sind die Igel aber immer sofort weggerannt sind. Gestern Nacht war ich doch neugierig. Ich probierte es mit der Infrarotfunktion meiner Kamera. Und so kam ich auf des Rätsels Lösung: Die Igel sind ganz scharf auf zerquetsche Haselnüsse, die tagsüber von den Bäumen gefallen sind und von den Autos überfahren wurden. Da steckt viel Energie drin, gut zum Anlegen von Fettvorrat für den Winterschlaf.

On their way home my daughters reported frequently of nocturnal encounters with hedgehogs just in front of our house. At first, I just thought of coincidence, as I could not imagine anything in our street which may attract hedgehogs. Sometimes, when I went out with a flashlight the hedgehogs run away immediately. Yesterday, I was curious about it and I tried it with the infrared function of my camera. This way, I found out that the hedgehogs have a graving for crushed hazelnuts fallen off the trees and run over by cars during the day. Nuts are rich in energy which is perfect for building up fat stores for the hibernation.

Bartgeier – Bearded Vulture

Auf der Rückfahrt von unserem Italienurlaub machten wir einen Zwischenstopp im Schweizerischen Nationalpark. Vor dem Abendessen machten wir noch einen kleiner Spaziergang in der Nähe des Hotels „Il Fuorn“ als plötzlich ein Bartgeier über unsere Köpfe hinwegschwebte. Meine Tochter Isabelle hatte den Fotoapparat schneller griffbereit als ich und es gelangen ihr diese Schnappschüsse. Es war meine erste Beobachtung eines Bartgeiers in freier Wildbahn.

On our way back from holidays in Italy we made a stopover in the Swiss National Park. Before having dinner we went for a short walk near the hotel “Il Fuorn”. Suddenly, a Bearded Vulture came along and glided above our heads. My daughter Isabelle had her camera faster at hand than I and she succeeded to take these snapshots. This was my first observation of a Bearded Vulture in the wild.

Bartgeier1

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Pressetermin mit einem Fuchs – Press Appointment with a Fox

Die Redaktion der örtlichen Zeitung ist am Telefon und will wissen, ob es wohl möglich wäre, mich auf einer Exkursion zu den Füchsen zu begleiten. Die spontane Freude über das Interesse an meinem Hobby erstickt sofort an der Skepsis. Einer Journalistin einen Fuchs in freier Wildbahn zu zeigen, wie soll das gehen? Es regnet seit Tagen, die Jahreszeit passt sowieso nicht, meine letzte Fuchsbeobachtung liegt 3 Wochen zurück. Ich sehe keine Chance, aber aus irgendeinem Grund willige ich ein. — Fünf Tage später hat die Sonne die Kurve gekriegt, ein Hauch von Frühling liegt in der Luft. Jetzt heisst es den Mund halten und Indianer spielen. Ich spüre die Spannung im Nacken: hoffentlich knackt kein Ästchen unter den Turnschuhen meiner Begleiterin hinter mir, und gleichzeitig die Spannung vor mir: würde der Fuchs wieder dort am Hang im Gebüsch liegen, wo ich ihn vorgestern entdeckt hatte. Die laufende Kamera trage ich vor mir her – Da!!!! Ich zeige „Daumen hoch“ nach hinten: Der Fuchs ist am Platz, wie wenn er auf uns gewartet hätte. Nein, er schläft nicht, er hat uns längst bemerkt, die Augen halb geschlossen rekelt er sich in der Sonne. Geschafft, das scheinbar Unmögliche! Stolz? Nein, aber glücklich. Der Fuchs hätte sich verdrücken können bevor wir ihn sehen. Ich glaube, er wollte einmal in die Zeitung! Das ist ihm heute gelungen.

The desk of the local newspaper is calling: would it be possible to accompany me on an excursion to the foxes. Spontaneously, I feel pleased about the interest in my hobby, but this is immediately replaced by strong skepticism. Showing a wild fox to a journalist will never work. It is raining since days, the season is difficult for fox watching anyway, and my last encounter with a fox was 3 weeks ago. There seems to be no chance, but for some reason I decide to give it a try. — Five days later the weather has changed towards spring-like conditions. Now it’s time to shut up and play Indians. I feel the tension just behind me: no click from a step on a branchlet, please! Simultaneously, I feel the tension in front of me: will the fox be there again where I spotted him 2 days ago? I am carrying the camcorder in front of me – Yeah!!!! I show “thumbs up” to my companion behind me. The fox is there. It looks like he has expected us. No, he doesn’t sleep, he has noticed us already. With eyes half closed he seems to sunbathe. What a success, the seemingly impossible happened. Being proud? No, but happy. The fox could abscond before we see him. I guess he wanted to get once into the newspaper! He succeeded today.

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Die unglaubliche Geschichte von meiner Mutter und dem Marder – The unbelievable story of my mother and the marten

Oma Marder

Das ist eine meiner Lieblingsgeschichten, deren Anfang unglaublich lange zurück liegt. Ich war noch jung, hatte gerade mit dem Fotografieren angefangen, und hatte mir fest in den Kopf gesetzt einen Steinmarder zu fotografieren. Weil aber Marder nachtaktiv und sehr scheu sind, arbeitete ich mit einer an Ort und Stelle fest installierten Kamera, kombiniert mit einem selbstgebastelten Blitz. Ich lockte den Marder mit Hühnereinern, seiner Lieblingsspeise, an den Ort, wo ich die Kamera installiert hatte. Meistens war es jedoch meine Mutter, die jeden Tag ein Ei in den Wald brachte und an die Stelle legte, wo wir den Marder anköderten. Auf diese Weise gelang es mir tatsächlich, einige Bilder von einem Steinmarder zu schiessen. Das war im Sommer 1982. So weit so gut, diese Geschichte wäre nichts Besonderes, wenn sie nicht eine Fortsetzung hätte: Meine Mutter hat nämlich, nachdem ich von zuhause ausgezogen war, den Marder weitergefüttert und zwar bis zum heutigen Tag! Mehr als 30 Jahren lang! Unglaublich! Wieso hat sie das gemacht? Hatte sie gehofft, dass ich irgendwann zurückkommen würde um den Marder nochmals zu fotografieren? Nein, sie brachte es einfach nicht übers Herz den Marder zu enttäuschen, wenn er angesprungen kommt um sein tägliches Ei zu holen. Ursprünglich dachte sie, diese Geschichte würde von selbst aufhören, spätestens wenn der Marder stirbt. Aber die Geschichte endete nie. Es müssen Generationen von Steinmardern gewesen sein, die jeden Tag ein Ei bekommen haben. Hochgerechnet mehr als 10‘000 Eier! Und sie machte es sehr gewissenhaft: Wenn sie es nicht selbst erledigen konnte (z.B. aus gesundheitlichen Gründen oder wegen zu hohem Schnee), delegierte sie diesen Job an meine Schwester, die in der Nähe wohnt. In den nächsten Tagen wird meine Mutter 80 Jahre alt! Dieser Eintrag ist meiner Mutter gewidmet, der treuesten Seele und grössten Tierfreundin die ich kenne! Danke Mama!

This one is one of my favorite stories starting in the very early days of my photographer’s career. I was young and obsessed with the idea of taking pictures of a stone marten. Because of its nocturnal activity and shyness, I worked with a locally installed camera combined with a self-made flash. The marten had to be lured by chicken eggs, its favorite food. Mostly, it was my mother who brought the egg to the point in the forest where we accustomed the marten to getting fed every day. This way I really succeeded in taking pictures of the marten. This was in the summer of 1982. So far so good, there would be nothing special with this story without following extension: after I had left home to live my own life, my mother continued feeding the marten until today! For more than 30 years! Unbelievable! Why did she so? Did she expect that I would return for taking pictures, some day? No, she just did not have the heart to disappoint the marten when it comes looking for its daily egg. Originally, she thought the story would come to an end once the marten dies. But the story ended never. There must have been generations of stone marten getting an egg every day. Overall more than 10’000 eggs! And she took it seriously: When she was unable to do it by herself (e.g. due to illness or high snow), she delegated this job to my sister who lives nearby. These days my mother is getting 80 years old! This post is dedicated to her, the most faithful soul and the greatest animal lover I have ever known! Thank you, mom!

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Verrückte Schädelstätte – Crazy Calvary

Familientreffen zu Weihnachten im Elternhaus ist immer auch ein Anlass, sich an uralte Geschichten aus eigener Kindheit und Jugend zu erinnern. Je skurriler, desto lustiger, so wie diese: Als Schüler hatte ich immer die Schlafplätze der Waldohreulen gesucht, ihre Gewölle eingesammelt und an Hand der Schädel von den Beutetieren festgestellt, was die Eulen gefressen haben. Dieses komische Hobby pflegte ich über viele Jahre hinweg. So haben sich im Laufe der Zeit etwa 20’000 Schädel angesammelt. Und weil auch meine Mutter nichts wegwerfen konnte, befindet sich diese Schädelsammlung immer noch im Keller. Jetzt an Weihnachten konnte ich diese Schädelstätte meinem Sohn zeigen. Der staunte nicht schlecht, was sein Vater früher so alles getrieben hat, aber zur Nachahmung hat ihn nicht gereizt.

Family reunion in my parents‘ house at Christmas is always also an occasion for recollecting old stories of my childhood and youth. The more bizarre the more amazing, such like this one: When I was a young boy at school my favorite leisure-time activity was looking for the roosting trees of long-eared owls. I collected their pellets and analyzed the content. Characteristics of the skulls allowed me to identify the species of prey. Therefore, I kept them all. As I pursued this hobby over several years the number accumulated to about 20’000 small skulls. And since my mother couldn’t throw them away, this animal skull collection still exists hidden in the cellar of my parents’ house. Last Christmas I showed them to my son. He looked quite surprised and was impressed at the same time but could not imagine at all doing similar things.

Mäuseschädel
Einblick in die verrückte Schädelsammlung – Insight into the crazy skull collection

Jugend forscht 1
Hier präsentiere ich stolz die Ergebnisse meiner Untersuchungen an einem Wettbewerb für junge Forscher („Jugend forscht“) – That’s me proudly presenting the results of my examinations at a German youth science competition („Jugend forscht“)