Brüten verkehrt herum – Inverse incubation

Beim Sortieren meiner Urlaubsvideos bin ich stutzig geworden. In der Wüste vor den Toren von Las Vegas hatte ich eine Wildtaube beim Brüten gefilmt. Dort was es aber 114 °F heiss, das sind 47°C. Das ist viel zu heiss für ein Taubenei, das braucht nämlich konstant 38-40°C. Wie kann das funktionieren? Ich bin natürlich nicht der erste Mensch, der sich diese Frage gestellt hat. Amerikanische Biologen haben schon vor 30 Jahren herausgefunden, dass diese Tauben dem Ei durch Draufsitzen Wärme entziehen und ihren Körper durch Hecheln kühlen. Die Taubeneier in der Wüste werden also nicht ausgebrütet, sondern „ausgekühlt“. Die Tauben brüten also verkehrt herum. Faszinierende Natur!

When sorting my holiday videos I got a bit confused about this mourning dove incubating its egg in the desert near Las Vegas. The air temperature was 114°F which is 47°C. That’s surely too hot for a pigeon egg (requiring constantly 38-40°C). How can this work? Of course, I am not the first one raising this question. Three decades ago, American biologists discovered that in desert regions, where eggs can quickly overheat, dove parents rely on transfer of excess heat from egg to adult where it is subsequently dissipated by evaporative cooling (panting). This means „inverse incubation“. Fascinating nature!

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