Eine putzige amerikanische Familie!

Seit 4 Uhr morgens sitze ich mit meiner Kamera an einer Suhle auf der Schwäbischen Alb. Suhlen sind natürliche oder künstlich angelegte Schlammbäder des Wildes. Besonders Wildschweinen und Hirsche baden sich gerne darin. Hier im Schlamm hat meine Freund, der Jagdpächter, noch Maiskörner vergraben. Ein paar Hände voll  hat er auch in der Umgebung verstreut. Der Mais soll die Wildschweine zusätzlich anlocken und von den Maisfeldern der Bauern fernhalten, wo diese Tiere grosse Schäden anrichten. Als es noch dunkel ist, kommt zuerst ein Dachs vorbei. Bei Tagesanbruch kommen Eichelhäher und Ringeltauben an die Suhle und füllen sich ihre Kröpfe mit Mais. Als die Sonne schon am Himmel steht und ich mit keinen Besuchern mehr rechne, kommt eine Waschbärfamilie zum Schlammloch. Mutter, Vater und 3 Jungbären. Wie putzig sie aussehen und sich bewegen. Es ist das erste Mal, dass ich lebendige Waschbären beobachten kann. Leider sind sie in Deutschland nicht gerne gesehen, es heisst sogar, sie seien „schädlich“ für unsere einheimischen Tiere. Sie stammen aus Amerika und wurden vor vielen Jahrzehnten illegal ausgesetzt. Sie fühlen sich in unseren Wäldern offensichtlich sehr wohl. An manchen Orten sind sie schon zur Plage geworden, denn sie durchwühlen Mülleimer nach Fressbarem oder stehlen Haustiere, z.B. Hühner und Kaninchen.  Aber niedlich finde ich sie trotzdem!

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